★ geboren um 770 in Franken, gestorben am 4. September 825 in Herzfeld
Gedenktag (Novus Ordo): 4. September
Lebensgeschichte
Ida war die Nichte oder Großnichte Karls des Großen und wurde mit dem fränkischen Edlen Ekbert vermählt, den Karl der Große als Herzog in Sachsen einsetzte. Im Jahre 786, als sie auf ihrem Weg zu seinen Gütern die Lippe bei Hirutveldun (altsächsisch Hirschfelder, heute Herzfeld) überquerten und dort rasteten, vernahm Ida im Traum den Auftrag, genau dort eine Kirche zu errichten. In Gesellschaft eines Hirschen – einem Sinnbild für die 32 Jahre lang von den Franken bedrängten Sachsen –, der ihr nicht von der Seite wich, erbaute sie darauf die erste Kirche Westfalens.Als Ekbert 811 starb, wurde er neben dieser Kirche unter einer Vorhalle bestattet, die Ida als Wohnung bezog. Sie widmete sich dem Gebet und soll zweimal am Tag aus dem Steinsarg ihres Mannes Gaben an die Armen ausgeteilt haben. Als sie 825 starb und selber in der Vorhalle ihr Grab fand, wurde sie zur ersten Heiligen Westfalens und der Gang zur „Mutter der Armen“ zur ersten Wallfahrt des Landes.