★ geboren um 310 in Poitiers, gestorben am 13. Januar 367 ebendort
Gedenktag (Novus Ordo): 13. Januar
Lebensgeschichte
Hilarius entstammte einer wohlhabenden gallorömischen Familie und schlug nach einer gründlichen Ausbildung besonders in Philosophie und Rhetorik die Beamtenlaufbahn ein. Seine Wahrheitssuche und das Studium der Heiligen Schrift führten ihn schließlich zur Anerkenntnis des Schöpfergottes und seines menschgewordenen Sohnes. 345 ließ er sich mit Frau und Tochter taufen, keine zehn Jahre später wählte ihn die kleine christliche Gemeinde von Poitiers zu ihrem Bischof.Seine ganze Amtszeit hindurch musste er sich vor allem mit dem Arianismus auseinandersetzen, der sich mit Hilfe der Kaiser über das ganze Reich verbreitet hatte. Er trat gleich zu Beginn so entschieden gegen die Irrlehre auf, dass er ins Exil nach Phrygien (heutige Türkei) gehen musste. Dort geriet er ebenfalls ins Zentrum des theologischen Streits. Für seine Mitbrüder in Gallien übertrug er die rechtgläubigen Synodenbeschlüsse der orientalischen Kirche vom Griechischen ins Lateinische, womit er nach seiner Rückkehr nach Poitiers eine Wende verursachte, welche die Irrlehre zu überwinden half.Bei aller Entschiedenheit in der Lehre war Hilarius geduldig mit denen, für die der Sohn dem Vater im Wesen wenigstens „ähnlich“ ist, auch wenn sie den vollständigen Glauben an die Dreifaltigkeit nicht teilen konnten. Hilarius verfasste ein umfangreiches theologisches Werk und gilt darüber hinaus als der erste Hymnendichter der Westkirche. Martin von Tours war sein berühmtester Schüler. Er starb am 13. Januar 367 und wurde in Poitiers beigesetzt.
Verehrung
Hilarius, der in der orthodoxen Kirche schon immer als Kirchenlehrer verehrt worden ist, wurde 1851 von Papst Pius IX. zum Kirchenlehrer auch des Westens erhoben.
Darstellung
in bischöflichem Ornat mit Schlangen oder als Drachentöter