★ geboren um 950 in Brüssel, gestorben am 12. September 1012 ebendort
Gedenktag (Novus Ordo): 12. September
Lebensgeschichte
Guido war das Kind armer Bauern in Brabant und verdingte sich als Knecht auf einem Hof. Seine Legende erzählt, dass ein Engel sein Feld pflügte, während er seinen Eltern zu essen brachte. Mit 15 Jahren nannte man ihn seiner christlichen Nächstenliebe wegen den „Engel des Dorfes“, und vielleicht wurde er auch dieses Rufes wegen Sakristan an der Liebfrauenkirche von Laeken, einem heutigen Stadtteil von Brüssel.
Ein reicher Kaufmann überzeugte ihn, in seinen Dienst zu treten, weil er mit seinen Einkünften dann den Armen noch viel besser helfen könne, doch schon die erste Güterlieferung, für die Guido die Verantwortung trug, sank mit dem Transportschiff in die Senne.
Guido machte im Letzten seine Gier für diesen Schicksalsschlag verantwortlich und begab sich auf eine lange Pilgerreise, die ihn bis nach Jerusalem führte. Bei seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land traf er in Rom auf eine Pilgergruppe aus seiner Heimat unter der Leitung des Anderlechter Stiftsdekans Wonedulph, die er als Führer wiederum nach Jerusalem begleitete.
Nachdem auf der Heimreise alle Pilger bis auf Guido verstorben waren, brachte er den Ring Wonedulphs nach Anderlecht zurück, erfüllte dort seinen letzten Willen und bezog dessen Haus. Guido lehrte die Einwohner die christliche Nächstenliebe und starb 1012 an der Ruhr.
Darstellung
als Pilger, als Bauer mit einem Engel beim Pflügen