★ gestorben am 27. März 1178 in Engelberg, Schweiz
Gedenktag (Novus Ordo): 27. März
Lebensgeschichte
Frowin war Mönch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald, wo er 1141 nachweislich die Chroniken abschreiben und die Klostergeschichte anfertigen ließ. 1147 wurde er als Abt in das verfallende Kloster Engelberg gesandt, das er einer Reform unterzog und zu einem der Höhepunkte der Kultur des Mittelalters führte.
Er gründete eine Klosterschule, legte eine Bibliothek an und richtete eine Schreib- und Malschule nach dem Muster Sankt Blasiens ein. Aus dieser Zeit sind 40 Codices erhalten, und Abt Frowin selbst hat zwei Werke verfasst: den umfangreichsten Vaterunser-Kommentar des Mittelalters sowie eines über die Willensfreiheit, in dem der Einfluss Peter Abaelards erkennbar ist.
Abt Frowin leitete Engelberg nach der Gründung eines Nonnenkonvents als Doppelkloster, das auch nach seiner 30-jährigen Amtszeit als Zentrum religiösen, geistigen und künstlerischen Lebens erhaltenblieb.
Er starb im Kloster Engelberg am 27. März 1178.
Verehrung
Frowin wird als Seliger verehrt. Sein Grabmal ist bis heute in der Klosterkirche in Engelberg erhalten.