Über Felicitas ist nicht viel mehr bekannt, als dass sie als Witwe sieben Söhne mit den Namen Alexander, Felix, Januarius, Martialis, Philippus, Silvanus und Vitalis großzog. Weil die wohltätige Frau durch ihr Beispiel viele Nachbarn für den Glauben zu interessieren begann, wurde sie den römischen Priestern suspekt, die sie beim Stadtpräfekten Publius anzeigten – was während der Christenverfolgung unter den Kaisern Mark Aurel und Lucius Verus lebensgefährlich war.Alle acht wurden tatsächlich verhaftet und bald zum Tod verurteilt, weil sie sich hartnäckig der heidnischen Opferhandlung verweigerten, die ihre Rettung bedeutet hätte. Felicitas musste zusehen, wie ihre sieben Söhne einer nach dem anderen gefoltert und enthauptet wurden, wobei sie bei jedem vergeblich aufgefordert wurde, endlich das Opfer zu vollziehen. Schließlich wurde auch ihr der Kopf abgeschlagen.
Verehrung
Felicitas und ihre Söhne, deren Martyrium nicht zufällig an das der Makkabäerbrüder und ihrer Mutter erinnert, wurden in der Maximus-Katakombe an der Via Salaria bestattet. Reliquien befinden sich in Santa Maria della Pietà in Palermo, in der Domkammer Münster, in San Marcello al Corso und S. Felicità in Affile (Rom) sowie in der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg. Ihre sieben Söhne werden am 10. Juli verehrt.