★ geboren um 290 in Caesarea, heute Kayseri, Türkei, gestorben 305 ebendort
Gedenktag (Novus Ordo): 6. Februar
Lebensgeschichte
Dorothea wuchs in einer vornehmen Familie auf, die während der Christenverfolgungen von Rom nach Caesarea geflohen war. Als der römische Statthalter Apricius um sie warb und sie ihn ihres Glaubens wegen abwies, ließ er sie zuerst martern – sie wurde mit Öl verbrüht, in den Hungerkerker gesperrt, gegeißelt und mit Fackeln verbrannt – und schließlich enthaupten.
Auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung sagte sie: „Ich freue mich auf den Garten meines Herrn Jesus Christus, zu dem ich jetzt gehe, in dem ewig die Sonne scheint und ich Äpfel und Rosen pflücken werde. Dafür will ich gerne leiden.“ Ein Schreiber namens Theophilus, der ihre Worte gehört hatte, spottete, sie solle ihm doch solche Äpfel und Rosen zukommen lassen, wenn sie in diesem besonderen Land wäre. Dorothea versprach es, ohne auf seinen Spott zu achten. Dann kniete sie sich vor dem Scharfrichter nieder.
Genau in dem Moment, da dieser ihr den Kopf abschlug, kam ein Kind auf Theophilus zu und übergab ihm – mitten im Winter – einen Korb schönster Äpfel und Rosen. Der Schreiber erschrak, sank auf die Knie und bereute seinen Spott zutiefst. Er bekehrte sich und ließ sich taufen. Auch er musste später den Märtyrertod sterben.