Dein gedenk' ich
Dein gedenk' ich jeden Morgen, milde Himmelskönigin.
Dir empfehl' ich meine Sorgen,
alles, was ich hab und bin.
In vertrauensvollem Flehen
rufe ich zu dir empor,
lass dein Kind nicht trostlos gehen,
neige, Mutter, mir dein Ohr.
Sieh, mein Herz fühlt süße Freuden,
wenn es liebend dein gedenkt,
die in jedem Erdenleiden
lieben Trost und Labsal schenkt,
zu der ich oft so kindlich flehe,
die mich lässt fühlen ihre Macht,
da, wo ich nur geh und stehe,
über meinem Haupte wacht.
Ja, dein will ich stets gedenken,
will dir ganz ergeben sein,
und mich heut' dir wieder schenken,
dir mein Herz von Neuem weih'n.
Will auf deinen Wegen wandeln,
eifern stets für Recht und Pflicht,
allzeit streben, recht zu handeln,
bis mein Aug' im Tode bricht.