Danklied für den nächtlichen Schutz
Aus meines Herzens Grunde sag’ ich Dir Lob und Dank in dieser Morgenstunde und all mein Leben lang. Dich, Gott, auf Deinem Thron, will preisen ich und ehren, durch Christus, unsern Herren, Dein’ eingebor’nen Sohn.
Du hast mich, Herr, aus Gnaden in der vergang’nen Nacht vor G’fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt’ demütiglich, wollst mir mein’ Sünd’ vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet Dich.
Du wolltest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Krankehiet, Leid und Not, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor Bösem, schnellem Tod!
Gott will ich lassen raten, der alle Ding' vermag. Er segne meine Taten, mein Werk an diesem Tag.
Ihm hab ich heimgestellt den Leib, die Seel’, das Leben und was er sonst gegeben; er mach’s wie’s ihm gefällt! Darauf so sprech’ ich „Amen!“ und zweifle nicht daran, Gott wird es all zusammen in Gnaden sehen an. Und streck’ nun aus mein’ Hand, greif’ an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott mög’ leiten in mein’m Beruf und Stand!